Krankenversicherungen sind den gleichen Marktbedingungen unterworfen

Der Jahreswechsel wird in den Medien wieder zu eifrigem Trommelwirbel führen. Grund sind die Beitragsanpassungen der privaten Krankenversicherungen. Unbotmäßig, überzogen und ähnliche Attribute werden mit der privaten Vorsorge verknüpft. An dieser Stelle sei aber einmal auf zwei Sachverhalte hingewiesen. Zum einen zeigt ein langjähriger Vergleich, dass der Beitragsanstieg in der privaten Krankenversicherung über viele, viele Jahre sehr viel moderater ausfiel als in der Ersatzkasse. Die gesetzliche Krankenversicherung hat zwei Stellschrauben, die Beiträge anzupassen. Dies ist zum einen der monatliche Beitragssatz, der seit einiger Zeit nicht mehr angetastet wurde., und zum anderen, und diese Erhöhung ist schleichend und findet jährlich statt, die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze. Diese Beitragssteigerung trifft nur einen geringen Prozentsatz der gesetzlich Versicherten, dafür aber gleich richtig.
Darüber hinaus muss man sich vor Augen halten, dass die Privaten den gleichen Preissteigerungen im Gesundheitswesen wie die Ersatzkassen unterworfen sind. Im Gegensatz zu den Ersatzkassen kompensieren sie diese ihren Versicherten gegenüber aber nicht durch Leistungskürzungen, sondern, das Beispiel sei erlaubt, wie ein Bäcker, der mehr Geld für die Zutaten bezahlen muss. Solange seine Kunden die gleiche Qualität verlangen, ist er gezwungen, diesen Mehraufwand an seine Kunden weiterzugeben. In einem ähnlichen Dilemma befinden sich die privaten Krankenversicherer. Allerdings tragen sie darüber hinaus noch eine soziale Verantwortung, welche in der Zukunft liegt. Preisanstiege im Gesundheitswesen werden auch noch in 20 Jahren stattfinden. Um Gesundheit für ihre Versicherten auch dann noch bezahlbar zu halten, ohne die Leistungen kürzen zu müssen, werden heute bereits Altersrückstellungen gebildet. Und da Inflation keine lineare sondern eine exponentielle Entwicklung ist, müssen jährlich höhere Rückstellungen gebildet werden – so absurd es klingt, aber dies geschieht aus sozialer Verantwortung im langjährigen Interesse der Versicherten. Im alljährlichen Medienspektakel um die Beitragsanpassungen in der PKV gehen diese Punkte leider verloren – ebenso wie die alljährliche Anpassung der KFZ-Beiträge auf Grund steigender Werkstattkosten und Anzahl der Unfälle. Dies wird, wie der Preisanstieg beim Bäcker, als Notwendigkeit akzeptiert, solange die Qualität des Versicherungsschutzes erhalten bleibt.
Die privaten Krankenversicherer sind nach Paragraf 202 Versicherungsvertragsgesetz verpflichtet, ihren Mitgliedern im Falle einer Beitragserhöhung eine günstigere Alternative anzubieten – die wenigsten Verbraucher wissen, dass dies nicht zwingend mit Leistungseinbußen einhergeht. Sollten Sie das Gefühl haben, Ihr Krankenversicherungsbeitrag sei überproportional gestiegen, bieten wir Ihnen an, mit unseren Spezialisten Ihren Versicherungsschutz auf eine mögliche Günstiger-Versicherung zu überprüfen. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf.
Für das Jahr 2013 wünschen wir Ihnen alles Gute und freuen uns auf eine weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit.

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