Unisex-Tarife kurz vor der Einführung

Die EU-Richtlinie zur Einführung von Unisex-Tarifen muss bis Ende Dezember 2012 in der Bundesrepublik umgesetzt werden. Tatsache ist, dass es dabei Gewinner und Verlierer geben wird. Die ersten Anbieter offerieren ihren Kunden schon die neue Tarifgeneration, dies allerdings parallel zu den noch gültigen, geschlechtsspezifischen Tarifen. Wer sich mit dem Gedanken an den Abschluss einer Versicherung trägt, sollte auf jeden Fall einen unabhängigen Fachmann zu Rate ziehen, die Entscheidung pro oder contra Neutarif oder Alttarif setzt Kenntnis des Marktes voraus. Gerade Männer können davon profitieren, wenn sie noch vor Umsetzung der EU-Richtlinie eine Kaufentscheidung treffen. Gerade im Bereich Lebens- und Rentenversicherungen werden die Veränderungen gravierend sein. Für Arbeitnehmer, die planen, künftig Gehaltssonderzahlungen, aktuell das kommende Weihnachtsgeld, in eine betriebliche Altersversorgung zu investieren, besteht akuter Handlungsbedarf. Die Entscheidung bezüglich Durchführungsweg, Tarifvariante und Anbieter ist nicht an einem Tag getroffen, Vergleiche sind notwendig. Gleiches gilt für Berufstätige, welche Einmalzahlungen in eine Rürup-Rente planen und dies steuerlich begründet am Jahresende tun möchten. Für Verträge, die nach dem 20. Dezember geschlossen werden, entfällt das Wahlrecht, es besteht nur noch die möglicherweise ungünstigere Variante des Unisex-Tarifs. Ebenfalls von dieser Regelung sind die private Altersvorsorge, Riester-Rentenversicherungen und Risikolebensversicherung betroffen.

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